Ein kleiner Pieks kann Leben retten

Typisierungsaktion am Samstag 27.09.2008

Fast jeder hat schon einmal Schlagzeilen gelesen wie “Schwerkranker braucht Hilfe – Knochenmarkspender gesucht”, fast jeder hat schon einmal Geschichten darüber gelesen, wie Leukämiekranken doch noch in letzter Sekunde geholfen wurde. Um dies zu ermöglichen, braucht die Medizin die geeigneten Knochenmarkspender – und zwar möglichst viele. In Typisierungsaktionen wird versucht, möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zu untersuchen um so möglichst viele potenzielle Spender ausfindig zu machen.

Am Samstag, 27. September 2008, veranstaltet nun die Elterninitiative krebskranker Kinder e.V. eine derartige Typisierungsaktion und zwar im Elternhaus der Elterninitiative (Mildred-Scheel-Haus) am Augsburger Zentralklinikum in der Neusässer Straße 43a. Von 11 bis 16 Uhr haben alle Bürgerinnen und Bürger im Alter zwischen 18 und 45 Jahren die Möglichkeit, sich “typisieren” zu lassen – also eine Untersuchung vornehmen zu lassen, die ergibt, ob man als Knochenmarkspender infrage kommt. Dazu werden den Spendern rund drei Milliliter Blut entnommen – ein kleiner Pieks kann also entscheiden, ob man vielleicht ein Menschenleben retten kann. Die Spender dürfen keine ernsthafte Herz-Kreislauferkrankung haben, keine Allergie oder Asthma, ebenso wenig eine chronische Infektionserkrankung (Hepatitis, Aids, Malaria), keine Stoffwechselerkrankung (Diabetes oder Schilddrüsenfunktionsstörung) und keine Autoimmunerkrankungen (Neurodermitis oder multiple Sklerose). Nähere Informationen hierzu unter www.knochenmarkspende.de

Elterninitiative übernimmt die Kosten
Die Typisierung ist ein recht teures Verfahren, jede Typisierung kostet 40 Euro. In diesem Fall jedoch übernimmt die Augsburger Elterninitiative die Kosten für jeden, der sein Blut untersuchen lassen will. Unterstützt wird sie dabei von der dis-AG Augsburg. Die Zeitarbeitsfirma hilft mit einer Spende von 2000 Euro. Wer an dieser Aktion teilnehmen will wird gebeten, auch seine Versichertenkarte zur Blutentnahme mitzubringen, da dann die entscheidenden Daten auch gleich gespeichert werden können. Die Augsburger Elterninitiative hofft natürlich auf eine möglichst große Resonanz auf diese Aktion, je mehr Menschen sich typisieren lassen, umso größer wird die Hoffnung derer, die auf eine Knochenmarkspende angewiesen sind. Im Rahmen dieser Typisierungsaktion reicht die Elterninitiative in ihren Räumen auch Getränke und belegte Brote.




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